Problematische Apps

Discord

Discord ist eine Kommunikationsplattform, auf der sich Nutzerinnen und Nutzer in privaten Chats, Gruppen und öffentlichen oder privaten Servern austauschen können. Problematisch sind insbesondere Kontaktaufnahmen durch Fremde, Cybergrooming, Cybermobbing, pornografische oder andere jugendgefährdende Inhalte, Hassrede und problematische Communities.

Zusätzlich gibt es Möglichkeiten zum Kauf und Verkauf digitaler Inhalte. Discord verfügt inzwischen über ein Family Center, mit dem Eltern bestimmte Informationen über die Nutzung einsehen können. 

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Facebook

Facebook ist ein soziales Netzwerk mit Profilen, Beiträgen, Gruppen, Videos und Messenger-Funktionen. Für Kinder und Jugendliche können insbesondere öffentliche Profile, Kontaktaufnahmen durch Fremde, Cybermobbing, problematische Inhalte, Werbung, Datenschutz und die dauerhafte Verfügbarkeit veröffentlichter Bilder und Informationen relevant sein.

Facebook spielt bei jüngeren Jugendlichen heute allerdings eine deutlich geringere Rolle als Instagram, TikTok oder Snapchat. Deshalb würde ich Facebook auf der OSG-Seite eher als „weiterhin relevant, aber nicht mehr zentral“ einordnen.

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Instagramm

Instagram verbindet Fotos, Videos, Stories, Reels, Nachrichten und Livestreams. Für Jugendliche können insbesondere Vergleichs- und Schönheitsdruck, Cybermobbing, Fake-Profile, Cybergrooming, sexuelle Belästigung, unerwünschte Kontakte und die unkontrollierte Verbreitung von Bildern problematisch sein.

Durch KI kommen neue Risiken hinzu: Bilder können manipuliert und beispielsweise in sexualisierte Darstellungen umgewandelt werden. Auch scheinbar private Inhalte können gespeichert und weiterverbreitet werden. 

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Roblox

Roblox ist weniger ein einzelnes Computerspiel als eine Plattform mit sehr vielen unterschiedlichen Spielen („Erlebnissen“), die von Nutzerinnen und Nutzern erstellt werden. Kinder und Jugendliche können dort mit anderen spielen und kommunizieren.

Risiken bestehen insbesondere durch Kontakt mit Fremden, ungeeignete Inhalte, Cybergrooming, Cybermobbing, Kaufanreize und lange Nutzungszeiten. Die virtuelle Währung Robux kann außerdem zu ungeplanten Ausgaben führen.

klicksafe weist aktuell darauf hin, dass Roblox in Deutschland mit USK 16 eingestuft ist und beschreibt konkrete Möglichkeiten der Elternaufsicht. 

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Snapchat

Snapchat ermöglicht das Versenden von Fotos und Videos, die sich nach kurzer Zeit selbst löschen können. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie tatsächlich verschwunden sind: Empfänger können Inhalte beispielsweise per Screenshot oder mit einem zweiten Gerät speichern. Risiken bestehen insbesondere bei Sexting, Cybergrooming, Cybermobbing, unerwünschten Kontakten und der Weitergabe persönlicher Informationen. Auch die Funktion „Spotlight“ kann Inhalte einer wesentlich größeren Öffentlichkeit zugänglich machen.

Snapchat verlangt grundsätzlich ein Mindestalter von 13 Jahren; eine zuverlässige Alterskontrolle findet allerdings nicht statt. 

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Spotify

Spotify bietet neben Musik auch Podcasts, Hörbücher und Videos sowie soziale Funktionen. Jugendliche können dadurch mit problematischen oder selbstgefährdenden Inhalten, extremistischen Inhalten, ungeeigneten Videos und unbekannten Personen in Kontakt kommen.

Auch bei Spotify sind Empfehlungen und die Möglichkeit, Inhalte zu teilen, relevant. Bei bestimmten Funktionen können Kontakte zu anderen Nutzerinnen und Nutzern entstehen. 

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Threema

Threema ist ein Messenger, der besonderen Wert auf Datenschutz und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung legt. Das reduziert bestimmte Datenschutzrisiken, bedeutet aber nicht, dass die Nutzung für Kinder und Jugendliche automatisch risikofrei ist. Auch bei Threema können persönliche Informationen, Fotos oder Nachrichten weitergegeben werden. Zudem können Gruppen genutzt werden, um Inhalte schnell an viele Personen zu verbreiten.

Wichtig: Datenschutz und Jugendmedienschutz sind nicht dasselbe. Auch ein datenschutzfreundlicher Messenger schützt nicht automatisch vor Cybermobbing, Sexting oder problematischen Kontakten.

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TikTok

TikTok ist eine Kurzvideo-Plattform, deren Inhalte über einen personalisierten Empfehlungsalgorithmus angezeigt werden. Dadurch können Jugendliche sehr schnell und lange immer neue Videos ansehen. Problematisch können Cybermobbing, Cybergrooming, Hate Speech, sexuelle Inhalte, selbstgefährdende Inhalte, problematische Challenges, Desinformation und manipulative oder kommerzielle Inhalte sein. Auch der hohe Nutzungsanreiz und die Gefahr sehr langer Nutzungszeiten sollten thematisiert werden.

TikTok gibt ein Mindestalter von 13 Jahren an. 

Aktuell ist außerdem der TikTok Shop ein relevantes Thema, weil die Plattform zunehmend auch zum direkten Verkauf von Produkten genutzt wird. 

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WhatsApp

WhatsApp ist einer der wichtigsten Messenger für Jugendliche und wird vor allem für Einzelchats, Gruppen und Sprachnachrichten genutzt. Risiken entstehen insbesondere durch Cybermobbing, Gruppendruck, die Weiterleitung von Fotos und Videos, ungeeignete Inhalte, unbekannte Kontakte und die Preisgabe persönlicher Informationen. Auch WhatsApp-Kanäle können problematisch sein, weil ihre Inhalte grundsätzlich öffentlich zugänglich sein können. 

Besonders wichtig: Bilder oder Videos anderer Personen dürfen nicht einfach ohne deren Zustimmung weitergegeben oder veröffentlicht werden.

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YouNow

YouNow ist eine Livestreaming-Plattform, auf der Nutzerinnen und Nutzer Videos live übertragen und mit anderen Personen chatten können. Gerade bei Livestreams besteht das Risiko, dass Kinder und Jugendliche unbewusst persönliche Informationen, ihren Aufenthaltsort oder Bilder aus ihrer privaten Umgebung preisgeben. Auch unangemessene Kommentare, sexuelle Belästigung, unerwünschte Kontakte und die Weiterverbreitung von Aufnahmen können problematisch sein. Einmal öffentlich übertragene Inhalte lassen sich außerdem nur schwer kontrollieren.

Für Eltern wichtig: Bei Livestreaming ist besonders darauf zu achten, welche Informationen sichtbar werden und mit wem das Kind kommuniziert.

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YouTube

YouTube bietet Videos zu praktisch jedem Thema – von Musik und Gaming über Tutorials bis zu Nachrichten und Unterhaltung. Für Kinder und Jugendliche bestehen Risiken durch ungeeignete Inhalte, Gewalt, Pornografie, Desinformation, problematische Challenges, Werbung und Influencer-Marketing. Hinzu kommen automatische Empfehlungen und die Gefahr sehr langer Nutzungszeiten.

Auch Kommentare und Livestreams ermöglichen Kontakte zu anderen Nutzerinnen und Nutzern.

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